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PRESSE

Leonberger Kreiszeitung
vom 22.07.2008

Vier Celli gehen ins Kino

Quattrocelli begeistern in der ausverkauften Rutesheimer Schulaula mit spannenden Interpretationen bekannter Filmmusiken

Rutesheim. Die große Bandbreite und die Vielfalt der Filmmusik haben es der Formation Quattrocelli neben anderen Genres angetan. In der voll besetzten Schulaula haben die Cellisten sie jetzt musikalisch ausgeleuchtet - mit Können, Spielfreude und viel Humor...
Hochbegabte musikalische Talente und Routiniers sind Quattrocelli, ohne jedoch auch nur ansatzweise eingefahren zu wirken. Ihr frisches, fantasievolles Spiel hat schon mehr als hundert Mal in den USA begeistert, seit zwei Jahren auch in China.
Nach acht Jahren haben Quattrocelli jetzt wieder ein Konzert in Rutesheim gegeben, anlässlich der Feierlichkeiten zur Stadterhebung. Die Rutesheimer und angereiste Gäste jedenfalls haben die Ausnahmegruppe nicht vergessen; und so platzte die neue Schulaula fast aus allen Nähten...
In "Hable con Ella" von Alberto Iglesias brach südländisches Temperament durch, Matthias Trück spielte sein Cello wie eine gezupfte Gitarre...Wie er die Harmonika in Ennio Morricones "Spiel mir das Lied vom Tod" auf dem Cello klagen ließ oder aus demselben Film in dem Song "Once upon a time in the West" damit die Singstimme imitierte, war aller Ehren wert. In "Finale" von Hanns Eisler nahmen Quattrocelli dessen moderne Tonsprache authentisch auf, um dann in der Musik zu "Star Wars" mit sphärischen Klängen bis hin zu dichtem Dräuen Weltallfantasien zu wecken...
Dass ...an anderer - passender - Stelle spanische Strohhüte aufgesetzt wurden, oder dass ein Cellist zum Schluss der James-Bond-Melodie mitsamt Cello scheintot vom Stuhl kippte, zeigt, dass Quattrocelli hohe Spielkunst und musikalische Ambitionen mit Humor gekonnt zu verbinden wissen.
Die Begeisterung jedenfalls griff auf das Publikum über, so dass bei dem Tanzthema "Misirlou" von Wise und Roubanis das Publikum den nicht gerade einfachen Rhythmus enthusiastisch mitklatschte. (Rainer Enke)

Vollständige Kritik als pdf

Artikel online in der Leonberger Kreiszeitung

Thüringer Allgemeine
vom 28.04.2008

Spiel mir das Lied vom Cello

Celli können fast alles. Wenn sie Filmmusik machen, werden sie auch mal zur Mundharmonika. Lukas Dreyer, Solocellist des Philharmonischen Orchesters Gera-Altenburg, und seine Kollegen vom Ensemble quattrocelli setzen das Instrument in Szene.

GERA.

Eine Filmmusik-CD ohne das berühmteste aller Mundharmonika-Soli geht nicht. Also spielen die Celli das Lied vom Morricone und produzieren großes Kino für die Ohren. Die in Dissonanz lauernden Klänge sind vertraut, haben in der quattrocelli-Version aber eine eigene Note. Es geht Lukas Dreyer, Michael Peternek, Matthias Trück und Hartwig Christ nicht darum, wie der Soundtrack zu klingen. Bei aller Wandlungsfähigkeit setzt sich der lyrische, nicht elektronisch zu normierende Charakter des Cellos durch, das macht eine Stärke der CD aus: ob beim Kreisch-Motiv aus 'Psycho', dem sanft-gefährlichen 'Love Theme' aus 'Der Pate' oder beim Ritt der 'Glorreichen Sieben'. Die glorreichen Vier glänzen durch exzellentes, lebendiges Zusammenspiel; wenn sie im Finale die Saiten schnalzen lassen zum Zither-Motiv aus 'Der dritte Mann', dann verzeiht man ihnen sogar, dass sie nicht das 'Peter Gunn Theme' der Blues Brothers aufgenommen haben. Dann eben demnächst in diesem Filmtheater. Sonnenbrillen haben sie schon.
Frauke ADRIANS

Frankfurter Neue Presse
Printausgabe vom 26.03.2008

Vier Saiteneinsteiger machen flotte Sprüche

Das Ensemble „quattrocelli“ sorgte bei der Kammermusikreihe der Frankfurter Sparkasse für gute Laune.

Die flotten Sprüche der vier Herren an den tiefen Streichern sollten beim Kammermusik-Abend im Kundenzentrum der Frankfurter Sparkassen nicht über die Professionalität des Ensembles „Quattro Celli“ hinwegtäuschen. Ein locker zusammengefügtes Programm aus zahllosen Transkriptionen der Ensemblemitglieder Lukas Dreyer und Matthias Trück füllte zwei rasch vergehende Stunden. Mit Bachs „Air“ nahm der Reigen einen populären Anfang. Verdienstvoll, dass das Ensemble auch Dmitri Schostakowitsch als Filmkomponisten lebendig werden ließ. Zu den Entdeckungen des Abends zählten Korngolds „Adventures of Robin Hood“ sowie ein rhythmisch ausgefeilter „Danza ritual del fuego“ Manuel da Fallas.

Im zweiten Teil stand die Filmmusik dann vollends im Mittelpunkt. Nino Rota kam mit seinem „Paten“-Thema ebenso zum Zuge wie Elmer Bernstein „(„Die glorreichen Sieben“) und Ennio Morricone („Spiel mir das Lied vom Tod“). Wobei letztere Introduktion von den Celli minimalistische Höchstleistungen verlangte. Immerhin gerierte sich Cellist Lukas Dreyer auch als (imaginärer) Posaunist. Bei Gershwins „Portrait“ erregte er mit einer entsprechenden Persiflage die Heiterkeit des Publikums. (Ge)

Leonberger Kreiszeitung 09.02.2008

Szenen einer wohlklingenden Favoritenjagd

Zwei neue CDs von Quattrocelli

Rutesheim. Favourites und Scenes: Wer sich vor zu viel Gefühl fürchtet, sollte die CDs meiden. Allen anderen seien diese Aufnahmen von Quattrocelli wärmstens ans Herz gelegt. Sie vereinen Musik von Bach bis Ennio Morricone in klangschönen und überraschenden Arrangements.

Von Gabriele Müller

Quattrocelli sind, wie der Name schon vermuten lässt, vier Cellisten. Gegründet wurde das besondere Quartett 1997 in Rutesheim. Dort sowie in der Region haben sie schon viele Konzerte gegeben. Matthias Trück, Michael Peternek, Hartwig Christ und Lukas Dreyer haben außerdem schon in Europa, China sowie in den USA gespielt.

Der Titel der neuen CD Favourites ist keineswegs übertrieben. Denn jede einzelne der insgesamt elf Nummern ist tatsächlich in ihrer Entstehungszeit ein Superhit gewesen, der über die Jahre nichts an Popularität eingebüßt hat. Favoriten also, die fast jeder kennt und die immer wieder gerne gehört werden. Bemerkenswert sind neben der treffsicheren Auswahl der Titel vor allem die Arrangements, welche durchweg von Quattrocelli-Mitgliedern - teilweise zusammen mit anderen Komponisten - besorgt wurden. Sie bringen oft den charakteristischen, warmen Celloklang wunderschön zur Geltung - bei dem Stück Julia etwa. Darüber hinaus enthüllen sie Klangfarben, die nicht jeder unbedingt auf Anhieb mit einem Cello in Verbindung bringen würde. Stumpf und ruppig geben sie sich zum Beispiel bei Mission Impossible; voll spanischer Glut bei Asturias von Isaac Albéniz und groovig mit einem Hauch Salonorchester-Charme bei Portrait, einem Medley aus George-Gershwin-Hits wie "I got rhythm", "It ain"t necessarily so" und "Summertime". Eine wunderbare Beziehung gehen der unnachahmlich melancholische Celloklang und Johann Sebastian Bachs in Quattrocellis Version der Air ein.

Die ältere der beiden CDs, Favourites, wurde 2006 im Kammermusiksaal der Musikhochschule Aachen eingespielt. Scenes, die es erst seit kurz vor Weihnachten 2007 zu kaufen gibt, hat Radio Bremen produziert. Auch hier verrät der Titel schon viel über den musikalischen Inhalt: Filmmusik ist es diesmal, der sich die vier Cellisten verschrieben haben. Ennio Morricones unvergessliches Klingstück "Man with a harmonica" aus "Spiel mir das Lied vom Tod" funktioniert als Cello-Arrangement mindestens so gut wie das Original. Ist es nun doch eine Mundharmonika oder ein tatsächlich Cello? fragt sich da der Zuhörer immer wieder, so virtuos spielen die Musiker mit den Klangfarben ihrer Instrumente. Stets bleibt dabei jedoch der stimmige und harmonische musikalische Gesamteindruck erhalten, auch wenn sich tatsächlich einmal ein anderes Instrument als Gast hinzugesellt, wie zum Beispiel die Klarinette in Family Portrait mit Melodien aus "Harry Potter und der Stein der Weisen". Kraftstrotzende Rhythmen finden sich hier in Bearbeitungen der eingängigen "James-Bond"- und "Pink-Panther"-Melodien ebenso wie zärtliche Saitenklänge in Nino Rotas unsterblichem "Lovetheme". Zu beiden CDs gibt es aufwendige Booklets, die interessantes Material zu den einzelnen Titeln liefern.

Anlässlich der Stadterhebung von Rutesheim werden Quattrocelli im Sommer am 19. Juli dort live spielen. Schon vorher, nämlich im März, sind sie in den Vereinigten Staaten wieder auf Tournee. Wer die vier kreativen Cellisten aus Rutesheim trotzdem vorher hören möchte, kann die CDs über Gabriele Trück unter 0 71 52 / 5 98 11 beziehen. Außerdem präsentieren sich die vier im Internet unter www.quattrocelli.de.

Aachener Zeitung 23.08.06

Ein witziger Parforceritt quer durch die Musikstile
Ensemble quattrocelli erntet für sein Konzert im Ballsaal viel Applaus für ungewöhnliches Programm

Vier Musiker im Frack, vier Celli und ... ein ätherisch hingehauchtes „Air“ von Bach – klassischer könnte ein kammermusikalischer Abend kaum daherkommen ... Doch bei quattrocelli ist dieser Auftakt nichts als eine charmante Täuschung ... Mit ihrem klug aufgebauten Programm ließen Matthias Trück, Lukas Dreyer, Hartwig Christ und Michael Peternek keine Zweifel aufkommen, dass sie ... das klassische Spiel sicher und klangschön beherrschen. ... Schwierigste Rhythmen, opulente Läufe, ausgefallene Spieltechniken und lange Passagen in hohen Lagen gelangen den jungen Musikern scheinbar mühelos. Bei „Mission Impossible“ groovte Trück mit dem ganzen Körper, bei „Psycho“ ruckten alle vier Köpfe und und Schultern im Takt, während das Flirren der Musik die Luft füllte ...

Vollständige Kritik als pdf

Regional-
nachrichten 14.08.06

Vier glorreiche Celli auf großer Reise

Quartett begeistert in Bacharacher Peterskirche mit musikalischem Humor / Von Bach bis Filmmusiken
Von Christel Eichner

quattrocelli - Kritik Bacharach

Dass die "Glorreichen Vier", die vier jungen Musiker des Cello Quartetts "quattrocelli" ihren Beinamen zu Recht tragen, stellten sie am Freitagabend in der Bacharacher Peterskirche einem begeisterten Publikum unter Beweis. Sie spannten den musikalischen Bogen von Johann Sebastian Bach, Peter Tschaikowsky und Walzerkönig Johann Strauß hin zu bekannten Filmmusiken und unterhielten das Auditorium auf höchstem Niveau. Inspiriert von ihren Amerika-Tourneen haben Mathias Trück, Hartwig Christ, Lukas Dreyer und Michael Peternek verschiedene Stile von Filmmusiken aufgegriffen und für ihr Streichquartett bearbeitet. Virtuos und mit viel Spaß, Humor und schauspielerischem Talent führten sie auf musikalischen Pfaden in die spanische Musikwelt. Begeistert applaudierte das Publikum bei den Melodien des Filmkomponisten George Gershwin, ließ sich erschrecken von der Musik des Hitchcock-Thrillers "Psycho" und ließ sich von "Spiel mir das Lied vom Tod" in die Atmosphäre des Wilden Westens ziehen. Auch die Musik zum "Paten", "Pulp Fiction" und "Die Glorreichen Sieben" weckten Erinnerungen und wurden mit viel Beifall bedacht. Immer wieder wurde das Publikum in die Musik eingebunden. Eine Zuhörerin durfte gar den Bogen des Cellos führen und wurde so Teil des Musikensembles. Die "quattrocelli" gastierten im Rahmen der Konzertreihe "Villa Musica" in Bacharach. Die Verlegung des Konzertes wegen Regens von der offenen Wernerkapelle in die Peterskirche tat der guten Atmosphäre keinen Abbruch. Peter Keber, Geschäftsführer des Bauvereins Wernerkapelle, dankte den Musikern für die "humorvolle, phantastische Reise durch die Jahrhunderte und die Welt" mit einem Bacharacher Riesling. Die Bacharacher hoffen, dass Villa Musica auch im nächsten Jahr die Stadt wieder als Veranstaltungsort wählen wird.

Südwest Presse 22.02.06 (Veranstaltungs-
ring Metzingen)

Mission Impossible

... Die vier Cellisten decken von heiter bis wolkig so ziemlich das gesamte Spektrum ab, das man aus 16 Saiten eben herausholen kann: Action mit "Mission Impossible", sizilianische Gangster-Menancholie mit dem "Paten" und ein bisschen unverzagten Heldenmut mit den "glorreichen Sieben" ... Dass Tschaikowsky und der "Pulp Fiction" - Soundtrack ganz unbeschadet neben einander stehen können, macht den Abend überaus reizvoll...

Tschaikowsky trifft Bond

Komplette Kritik zum Konzert in Metzingen am 20.02.2006 (pdf)

Das Orchester, Ausgabe 1/2004
Oestrich (Rheingau Musik Festival)

Musikalische Spannung

Ernsthafte Momente waren gepaart mit einer gehörigen Portion Spielwitz... Die Freude am Musizieren stand eindeutig im Vordergrund.
Künstlerischer Höhepunkt war die Uraufführung einer Originalkomposition von Werner Egk. Sie entstand 1926, wurde aber nur als Fragment gefunden. Im Auftrag des renommierten Musikverlags Schott wurde das Werk von Lutz Dreyer nach den vorhandenen Skizzen vervollständigt... Anerkennung für eine künstlerisch hochstehende Leistung...

Metzinger/ Nürtinger Zeitung 20.2.2003
Kulturring Neckartenzlingen

Virtuosität gepaart mit Spielwitz

Diesmal war alles anders... Es gastierte quattrocelli in der Melchiorhalle und diesmal war der Saal proppenvoll... Die Begeisterung der vier Künstler sprang aufs Publikum über. Es war faszinierend wie sie sich durch Augen und Körpersprache abstimmten, die stimmliche Führung an den nächsten weitergaben und die Stimmen ineinander übergehen ließen. Die Zuhörer konnten Ensemblekultur auf höchstem Niveau erleben – musikalisch virtuos, technisch perfekt und komödiantisch umwerfend – und ließen sich völlig gefangen nehmen von dem, was da an Ohren- und Augengenuss über sie hinwegflutete...

Südkurier 2.7.2002
Internationale Schlosskonzerte (Meersburg/ Bodensee)

Schrille Pfiffe der Begeisterung

.. enthusiastische, von schrillen Pfiffen und Schreien durchsetzte Beifallsstürme... beim außergewöhnlichen Kammermusikabend mit quattrocelli... temperamentvoll, schwungvoll, virtuos, ausgeglichen in der Intonation und sehr, sehr differenziert in den Klangfarben... eine Schweizer Cellistin aus dem unisono hell entzückten Auditorium brachte es auf den Punkt: „Wie die miteinander kommunizieren und auch das Publikum mit einbeziehen! Und das Arrangement! Absolut genial, frisch und trotz vier gleicher Instrumente voller Farbigkeit!“...

Der Teckbote 28.2.2002
Stadthalle Kirchheim Teck

Souveräne Klangkunst und Slapstick

... Vom ersten bis zum letzten Ton beeindrucken die vier durch ungebremste und vitale Freude am Musizieren und Kommunizieren... was sowohl der souveränen, ausdrucksstarken Interpretation als auch den gelungenen selbst arrangierten Bearbeitungen zu verdanken ist.

Das Orchester, Ausgabe 1/2001
Böblingen Altes Rathaus

Unter ihren Händen wird alles Musik

Umwerfend in der Präzision und in der Darstellung gab sich das Celloquartett quattrocelli... Die musikalische Reise durch vier Jahrhunderte und durch viele Länder war verbunden mit einer besonderen Klangsinnlichkeit und einer gelösten Darstellungskunst... Natürlich haben die vier Musiker... unterschiedliche Temperamente. Das reichte von konzentrierter Ernsthaftigkeit bis hin zur kabarettreifen Mimik und Gestik...

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